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Afghanistan-Einsatz: Bundeswehr spielt kritischen Lagebericht herunter
Die Bundeswehr hat am Donnerstag zurückhaltend auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung reagiert, wonach der Afghanistan-Einsatz scheitern könnte, weil Soldaten schlecht ausgerüstet und ausgebildet seien.
„Der Sinn von solchen Erfahrungsberichten ist, erkannte Defizite zu dokumentieren und dann abzustellen“, sagte der Sprecher des Generalinspekteurs Volker Wieker "Welt Online". Beim Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan sind bisher 52 deutsche Soldaten ums Leben gekommen, 34 davon bei Gefechten oder Anschlägen. Gab es früher die meisten Opfer im Raum Kundus, hat sich seit 2010 das Schwergewicht der Anschläge auf die südlichere Nachbarregion Baghlan verlagert. 2. Juni 2011 Bei einem Sprengstoffanschlag in der Provinz Baghlan 36 Kilometer südlich von Kundus stirbt erneut ein deutscher Soldat. Außerdem werden zwei Soldaten der Bundeswehr schwer und drei weitere leicht verletzt. 28. Mai 2011 Bei einem Anschlag auf ein Treffen des Gouverneurs der Provinz Tachar wurden zwei Bundeswehrsoldaten getötet. Der deutsche Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan, General Markus Kneip, ist verletzt worden. 18. Februar 2011 Bei einem Blutbad im Bundeswehr-Außenposten „OP North" in der Provinz Baghlan tötet ein afghanischer Soldat zwei deutsche Bundeswehr-Angehörige. Es gab mehrere Schwerverletzte. 17. Dezember 2010 Beim Waffenreinigen im Bundeswehr-Lager in Baghlan wird ein Hauptgefreiter schwer verletzt und stirbt kurz darauf bei einer Notoperation. Nach ersten Untersuchungen wurde er durch den versehentlich ausgelösten Schuss eines Kameraden getötet. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Gera wegen verlässiger Tötung. 7. Oktober 2010 Ein Selbstmordanschlag der Taliban reißt einen Bundeswehrsoldaten in den Tod. Sechs Soldaten werden verletzt, davon zwei schwer. 15. April 2010 Bei zwei Anschlägen nahe Baghlan fallen vier Bundeswehrsoldaten. Drei sterben in ihrem gepanzerten Fahrzeug „Eagle IV" bei der Detonation einer ferngezündeten Sprengfalle. Ein Oberstabsarzt kommt ums Leben, als sein gepanzertes Sanitätsfahrzeug von Aufständischen beschossen wird. 2. April 2010 Bei schweren Gefechten im Unruhedistrikt Char Darah südwestlich von Kundus-Stadt werden drei Bundeswehrsoldaten getötet. Acht weitere Deutsche werden schwer verletzt. 23. Juni 2009 Nach einem Feuergefecht in der Region Kundus sterben drei Bundeswehrsoldaten. Sie waren bei einem Ausweichmanöver mit ihrem Transportpanzer umgekippt. 29. April 2009 In der Nähe der Stadt Kundus gerät eine Patrouille der Bundeswehr in einen Hinterhalt. Ein deutscher Soldat kommt ums Leben, vier weitere werden verletzt. 20. Oktober 2008 Zwei deutsche Soldaten sterben bei einem Selbstmordanschlag nahe der Stadt Kundus. Die radikal-islamischen Taliban bekennen sich zu dem Anschlag. 27. August 2008 Eine Patrouille der Bundeswehr gerät in der Nähe von Kundus in eine Sprengfalle. Ein Soldat stirbt, drei weitere werden verletzt. 6. August 2008 Bei einem Selbstmordanschlag nahe Kundus werden drei Soldaten verletzt, zwei von ihnen schwer. Einer stirbt Anfang Oktober 2009 an den Spätfolgen. 19. Mai 2007 Bei einem Selbstmordanschlag eines Taliban- Terroristen auf einem Markt in Kundus werden drei Soldaten einer Fußpatrouille getötet, zwei weitere verletzt. 14. November 2005 In Kabul reißt ein Selbstmordattentäter einen Bundeswehrsoldaten mit in den Tod, zwei weitere werden verletzt. 25. Juni 2005 In der Provinz Tachar bei Kundus kommen bei einer Entwaffnungsaktion im Distrikt Rustak zwei deutsche Soldaten ums Leben. Die Soldaten waren in eine Sprengfalle geraten. 7. Juni 2003 In Kabul werden bei einem Selbstmordattentat 4 Bundeswehrsoldaten getötet und 29 verletzt. Ein mit 150 Kilogramm Sprengstoff beladenes Taxi explodierte neben einem Bundeswehrbus. 29. Mai 2003 Ein Geländewagen fährt in der Nähe des deutschen Isaf-Camps in Kabul auf eine Mine. Ein deutscher Soldat stirbt.
Gerade weil daraus gewisse Lehren gezogen werden sollten, würden sie eher negativ dargestellt. „Diese Berichte sind aus gutem Grund nicht zur Veröffentlichung bestimmt, weil solche Informationen letztlich auch Soldaten gefährden könnten“, sagte der Sprecher weiter.
Soldaten soll es an Disziplin fehlen
Laut „Bild“-Zeitung ist die Erfüllung des Auftrags unter anderem auch dadurch gefährdet, dass Soldaten zu Hause nicht ausreichend auf den Einsatz vorbereitet würden. Zudem fehle es ihnen an Disziplin am Hindukusch.
Solche Kritik taucht auch regelmäßig in den Berichten des Wehrbeauftragten auf. Hellmut Königshaus (FDP) hatte in diesem Zusammenhang bereits von einem „Drama“ gesprochen. Aufgrund zunehmender Beschwerden über mangelhafte Ausrüstung setzte der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im Juli 2010 eine Arbeitsgruppe ein, die sich darum bemüht, fehlende Ausrüstung möglichst schnell ins Einsatzland zu bekommen.
Für die medizinische Versorgung, die in den Kontingentberichten ebenfalls kritisiert wird, stehen der Bundeswehr in Nordafghanistan seit März 2010 sogenannte MedEvac-Hubschrauber der amerikanischen Armee zur Verfügung.
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| Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (23.06.2011)
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