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Fussball-Bundesliga: Bayern zittert sich bei Aufsteiger Augsburg zum Sieg
Auch ohne Taktgeber Bastian Schweinsteiger hat sich der FC Bayern eine optimale Ausgangsposition für die Kraftprobe mit Meister Borussia Dortmund nach der Länderspielpause verschafft. Mit unerwartet viel Mühe gewann der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga am Sonntag das Derby beim Schlusslicht FC Augsburg mit 2:1 (2:0). Der Rekordchampion geht dadurch mit fünf Punkten Vorsprung in den Liga-Hit gegen die zweitplatzierte Borussia am 19. November in München. Allerdings hatten die Bayern den Sieg einzig Nationalkeeper Manuel Neuer zu verdanken, der die leichtfertigen Gäste kurz vor Schluss mit einem Riesen-Reflex gegen den eingewechselten Edmond Kapllani vor dem Ausgleich bewahrte.
Angreifer Mario Gomez (15. Minute) mit seinem 13. Saisontor und der sehr spielfreudige Franck Ribéry (28.) trafen für die Bayern vor 30 660 Zuschauer in der ausverkauften Augsburger Arena in einem anfangs ungleichen Duell – der FCA bleibt zu Hause sieglos. Immerhin zeigte der personell gebeutelte Aufsteiger Moral und bestrafte mit dem Anschlusstreffer durch Hajime Hosogai (59.) die Nachlässigkeiten der im zweiten Durchgang etwas überheblichen Bayern. In der Nachspielzeit sah der Münchner Anatoli Timoschtschuk nach einem groben Foulspiel gegen Daniel Baier die Rote Karte.
FUSSBALL-BUNDESLIGA LIVE Vier Tage nach dem Champions-League-Sieg über Neapel verzichtete Jupp Heynckes auf einen größeren Umbau seiner Elf. Für den verletzten Schweinsteiger (Schlüsselbeinbruch) spielte Youngster David Alaba, der den Chefantreiber zwar nicht Eins zu Eins ersetzen konnte, sich aber ordentlich ins eingespielte Bayern-Ensemble einfügte. Neben dem Österreicher agierte in der defensiven Mittelfeldzentrale Routinier Timoschtschuk, dessen Patzer FCA-Angreifer Sascha Mölders (9.) die erste Chance der Partie ermöglichte.
Die Hausherren, denen Coach Jos Luhukay zunächst ein defensives 4-1-4-1-System verordnet hatte, hielten in der ersten Halbzeit nur in der Anfangsviertelstunde dagegen. Dann sorgte Gomez mit seinem 20. Tor im 18. Pflichtspiel der Saison für Ernüchterung bei den Augsburger Fans. Nach einer Ribéry-Ecke konnte FCA-Ersatzkeeper Mohamed Amsif gegen Daniel van Buyten zunächst noch klären, ehe Gomez per Kopf zur Stelle war. „Gomez ist in außergewöhnlicher Form“, lobte Sportdirektor Christian Nerlinger am Sky-Mikrofon.
„Was beim Elfmeterpfiff passiert ist, weiß ich nicht. Vielleicht hatte der Schiedsrichter ja eine 3D-Brille auf und alles ist plötzlich auf ihn zugekommen." (Stuttgarts Khalid Boulahrouz nach der 1:3-Niederlage beim FSV Mainz 05 über die umstrittene Strafstoß-Entscheidung von Referee Guido Winkmann) „Okazaki ist eben ein höflicher Japaner." (Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia über die Tatsache, dass sich sein Spieler Shinji Okazaki nach einem Zusammenprall mit dem Mainzer Keeper Christian Wetklo im Strafraum nicht fallen ließ, um einen Elfmeter zu bekommen) „Wir wollen auch mal einen langweiligen Sieg erleben." (Werder-Trainer Thomas Schaaf nach dem schwer erkämpften 3:2 der Bremer gegen den 1. FC Köln) „Ich habe das nur gemacht, damit ihr was zu schreiben habt." (Schaaf zu seiner Doppel-Auswechselung in der 37. Minute) „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert – der Schiedsrichter hat es nicht getan." (Bremens Clemens Fritz über Referee Michael Weiner) „Es war ein sehr intensives Spiel. Aber ein Mann konnte in diesem intensiven Spiel nicht mitlaufen: Das war der Schiedsrichter." (Kölns Trainer Stale Solbakken bei Sky nach dem 2:3 bei Werder Bremen über Schiedsrichter Michael Weiner) „Dann gibt es in jedem Spiel 300 Elfmeter, wenn man so etwas pfeift." (Der Kölner Abwehrspieler Sascha Riether nach dem Elfmeter für Bremen und der Roten Karte gegen Henrique Sereno) „ Es tut mir so leid für die Fans. Da macht man so einen Fehler und stürzt alles in den Abgrund. Das ist unverzeihlich." (Timm Klose vom 1. FC Nürnberg nach seinem spielentscheidenden Fehler beim 1:2 gegen den SC Freiburg) „So ein Tor in der Schlussphase darf einfach nicht fallen. Es ist natürlich wenig sinnvoll, aus 30 Metern den Ball zurückköpfen zu wollen." (Club-Trainer Dieter Hecking zur misslungenen Aktion Kloses in der Nachspielzeit) „Irgendwann muss man sich auch mal dreckige Siege erkämpfen." (Freiburgs Jan Rosenthal nach dem ersten Auswärtsdreier der Saison) „Manche Dinge sind bis Samstag um 15.29 Uhr vorhanden. Ab 15.30 Uhr sind sie dann wie weg. (Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski über seine Mannschaft nach dem 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern) „Mit unserer Leistung ist es wie mit den Lottozahlen - sie ist immer wieder neu." (ebenfalls Stanislawski nach der Niederlage gegen Kaiserslautern) „Er ist ein harter Krieger, er kann das ab." (Der neue HSV-Coach Thorsten Fink über eine Näh-Aktion an dem peruanischen Stürmer Paolo Guerrero nach einer Platzwunde bei der Partie in Leverkusen) 13 Minuten später schien die Partie praktisch entschieden. Nach einem langen Ball von Keeper Manuel Neuer und einer Ball-Staffette über Gomez und Thomas Müller narrte Ribéry die Augsburger Abwehr und markierte mit links seinen sechsten Saisontreffer. In der Folge ließen die Münchner den Ball nach Belieben laufen, Nerlinger freute sich in der Pause über „eine souveräne und konzentrierte Leistung“.
Luhukays Plan, Daniel Brinkmann und Lorenzo Davids den Spielaufbau der Bayern früh stören zu lassen, ging lange nicht auf. Das Fehlen von Leistungsträgern wie Torhüter Simon Jentzsch, Kapitän Uwe Möhrle und Dauerläufer Axel Bellinghausen war den Augsburgern zunächst anzumerken.
BUNDESLIGA-TABELLE Nach Wiederanpfiff schalteten die Bayern dann aber den Schongang ein. Und dieses lasche Auftreten ließ die Hausherren couragierter werden. Erst recht nach dem überraschenden Anschlusstor durch den Japaner Hosogai, der nach einem Eckball die Konfusion im Strafraum mit einem strammen Rechtsschuss ausnutzte. Den Bayern fiel es danach schwer, wieder in den Wettbewerbsmodus umzuschalten. Und Neuer durfte sich in der Bundesliga danach erstmals als Münchner Matchwinner feiern lassen. Gegen Kapllani zeigte er in der 83. Minute einen Weltklasse-Reflex – den Bayern blieb eine Blamage erspart. In der Nachspielzeit sorgte noch ein Flitzer für Aufregung.
Quiz: Wie gut kennen Sie den FC Bayern München?
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| Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (06.11.2011)
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