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Nach Börsengang: Facebook überrascht Analysten mit Quartalsbericht
Facebook hat das erste Quartal als börsennotiertes Unternehmen hinter sich. Es lief gut und schlecht. Der Umsatz fiel höher aus als erwartet. Der Verlust betrug jedoch 128 Millionen Euro.
Gewinn und Umsatz
 
Facebook ist seit drei Jahren profitabel. 2011 gab es eine Milliarde Dollar Gewinn, im Jahr davor 606 Millionen und 2009 auch schon 229 Millionen Dollar.
Im Jahr 2008 lag der Verlust bei 56 Millionen Dollar und 2007 bei 138 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2012 sank der Gewinn im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 137 Millionen Dollar.
Facebook ist inzwischen ein außerordentlich lukratives Geschäft. Den Milliardengewinn 2011 schaffte das Online-Netzwerk mit nur 3,7 Milliarden Dollar Umsatz.
Im ersten Quartal 2012 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 1,06 Milliarden Dollar. Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. 2011 lag der Anteil bei 85 Prozent.
Die virtuellen Welten des Onlinespiele-Spezialisten Zynga sind ein wichtiges Element des Facebook-Geschäfts. Zuletzt steuerte der Anbieter von Games wie "Farmville" oder "Cityville" 15 Prozent der Facebook-Umsätze bei.
Facebook ist auch ein riesiges Fotoalbum: Jeden Tag laden die Nutzer 300 Millionen Bilder hoch.
Mitglieder und Management
 
Facebook hat mehr aktive Mitglieder als man bisher dachte. In den Börsenunterlagen spricht das Online-Netzwerk von 845 Millionen aktiven Nutzern im Monat Ende 2011. Im ersten Quartal waren es bereits 901 Millionen. Und 526 Millionen nutzten Facebook jeden Tag.
Am 18. Mai war Facebook an die Börse gegangen, konnte die hohen Erwartungen aber nicht erfüllen. Bereits am zweiten Handelstag lagen die Aktienkurse unter dem Ausgabepreis von 38 Dollar.
Facebook hatte zuletzt 3539 Mitarbeiter. Die Zahl der Beschäftigten stieg allein im vergangenen Jahr um 50 Prozent.
Konkurrenten
 
In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.
Über einen Markteintritt in China hat Facebook noch nicht entschieden. Am russischen Konkurrenten Vkontakte ist der Investor DST beteiligt, der ein großer Facebook-Anteilseigner ist.
Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die Nummer 1. Mehr als 22 Millionen Nutzer seien beim Marktführer aktiv, berichtete das Blog Allfacebook.com unter Berufung auf ein Werbe-Tool des Unternehmens. 2010 waren es 10 Millionen.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (27.07.2012) W
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