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Nukleare Waffen: IAEA-Bericht – Iran arbeitete an Atombombe
Viel deutlicher hätte das Urteil nicht ausfallen können: „Die Behörde hat ernsthafte Befürchtungen wegen der möglichen militärischen Dimensionen des iranischen Nuklearprogramms“, ist in dem am Dienstagabend veröffentlichen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zu lesen.
Den endgültigen Beweise dafür, dass die Regierung in Teheran trotz gegenteiliger Bekundungen seit Jahren den Bau von Atomwaffen vorzubereiten, bleibt auch der jüngste Bericht schuldig. Damit war auch kaum zu rechnen – macht der Iran den Inspektoren der IAEA die Arbeit im Land doch seit langem fast unmöglich. Doch so selbstsicher wie in diesem Bericht hatte sich die Behörde in Wien wohl noch nie gegeben.
Der Direktor der Behörde, Yukiya Amano, spricht in dem Dokument von „mehr als tausend Seiten“, die seine Behörde untersucht habe. Die IAEA habe von zehn verschiedenen Staaten Geheimdienstinformationen bekommen. Nach „sorgfältiger und kritischer Prüfung“ der verfügbaren Informationen halte die Behörde die Indizien im Großen und Ganzen für glaubwürdig, ist dort zu lesen.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA soll unter dem Dach der Vereinten Nationen weltweit die zivile Nutzung der Kernkraft fördern. Gleichzeitig versucht die Organisation, die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrages von 1979 zu gewährleisten. Für ihre Arbeit wurde die Behörde 2005 gemeinsam mit ihrem damaligen Generaldirektor Mohammed el-Baradei mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Der von rund 200 Staaten unterzeichnete Atomwaffensperrvertrag verbietet den fünf offiziellen Atommächten – USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China – Nuklearwaffen und die dafür notwendige Technologie weiterzugeben. Allen anderen beigetretenen Ländern ist es untersagt, solche Waffen zu besitzen, zu erwerben und zu entwickeln.
Im Gegenzug haben die offiziellen Atommächte zugesagt, den anderen Mitgliedern bei der zivilen Nutzung der Kernenergie zu helfen. Um zu verhindern, dass in zivilen Atomanlagen Material für den Bau von Waffen abgezweigt wird, führen IAEA-Inspekteure Kontrollen durch.
Die UN-Behörde berichtet der Generalversammlung der Vereinten Nationen regelmäßig über ihre Arbeit und informiert den Weltsicherheitsrat, wenn sie die internationale Sicherheit gefährdet sieht. Die Behörde wurde 1957 in New York gegründet. Heute hat sie ihren Sitz in Wien. Der IAEA gehören 151 Mitgliedstaaten an. Ihr Generaldirektor ist seit Dezember 2009 der Japaner Yukiya Amano.
Quelle: dpa
Die Indizien wiesen darauf hin, dass der Iran „Aktivitäten, die für die Entwicklung eines Nuklearsprengkopfes relevant sind“, durchgeführt habe. Bis 2003 habe der Iran demnach gezielt an der Produktion von Atomwaffen gearbeitet. Einige der Forschungsprogramme seien damals eingestellt worden, anderen könnten laut Einschätzung der Behörde bis heute weiterlaufen.
„Besonders beunruhigend“ seien laut IAEA detaillierte Computermodelle von atomaren Explosionen aus den Jahren 2008 und 2009. Der Behörde sei „unklar“, wie solche Studien zu einem anderen Zweck als der Entwicklung von Atomwaffen dienen könnten, schreibt die IAEA in dem Bericht. Außerdem habe die Regierung in Teheran versucht, sich die für den Bau einer Waffe notwendigen Bauteile auf verschiedenem Weg zu beschaffen.

Auch Informationen über die Entwicklung von Atomwaffen habe sich das Regime über ein geheimes Netzwerk beschafft. Schon vorher war bekannt gewesen, dass der Iran geheime Anreicherungsstätten für nukleares Material unterhielt. Der Behörde lägen auch Hinweise auf Experimente mit atomaren Zündvorrichtungen vor.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezeichnete den Generaldirektor der UN-Atomenergiebehörde IAEA als Handlanger der USA. Yukiya Amano habe keine eigene Macht und verstoße gegen die Regeln der IAEA, sagte der Präsident laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens vom Dienstag.
Amano veröffentliche Papiere, die ihm von Amerikanern vorgelegt würden, erklärte Ahmadinedschad mit Bezug auf einen IAEA-Bericht über Nuklearaktivitäten des Iran. Die USA verfügten selbst über 5000 Atomsprengköpfe und würden dem Iran „unverschämterweise“ vorwerfen, eine Atombombe zu bauen, sagte Ahmadinedschad laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens.
„Aber sie sollten wissen, dass wir keine Atombombe brauchen, um die Hand abzuschneiden, die sie der Welt entgegenstrecken“, sagte der Präsident. „Wenn die USA das iranische Volk herausfordern wollen, werden sie unsere Antwort bereuen.“ Ahmadinedschad bekräftigte, sein Land sei nicht mit dem Bau einer Atombombe beschäftigt.
Die Weltgemeinschaft fürchtet, dass Teheran mit Hilfe seines Kernenergieprogramms auch Atomwaffen bauen will. Irans bekannteste Nuklearanlagen:
NATANS In der unterirdischen Fabrik südöstlich von Teheran wird schwach angereichertes Uran produziert. Es wird für die Stromgewinnung, aber in hoch angereicherter Form auch für Atomwaffen benötigt. Für den Bau einer Atombombe müsste Uran auf 80 Prozent und mehr angereichert werden.
GHOM 2009 gab Teheran die Existenz einer weiteren, lange geheim gehaltenen Anreicherungsanlage südlich von Teheran zu, die noch nicht in Betrieb ist. Die Fabrik in einem Tunnelsystem auf einem früheren Militärgelände nahe der Schiiten-Hochburg Ghom bietet Platz für 3000 Zentrifugen zur Urananreicherung.
BUSCHEHR Nach der islamischen Revolution von 1979 zog sich die deutsche Kraftwerk Union (KWU) aus dem Projekt zurück. Später stiegen die Russen in Buschehr ein. In den beiden Atomreaktoren im Südwesten des Landes wurden im Oktober 2010 die ersten aus Russland gelieferten Brennelemente geladen – 35 Jahre nach Baubeginn. Im September 2011 ging Irans erstes Atomkraftwerk offiziell in Betrieb.
ISFAHAN Im Zentrum der iranischen Kernforschung gibt es eine Anlage zur Produktion von Kernbrennstäben. Auch das in Zentrifugen zur Urananreicherung benötigte Hexafluoridgas wird südlich von Teheran hergestellt. ARAK: Den USA ist seit 2002 die Existenz des unfertigen Schwerwasserreaktors im Westen des Landes bekannt. Hier fällt Plutonium an, das für die Bombenproduktion verwendet werden könnte.
TEHERAN Der kleine Leichtwasserreaktor in der Hauptstadt wurde noch zu Zeiten des 1979 gestürzten Schahs mit US-Hilfe gebaut. Er soll Material für medizinische Zwecke produzieren. Dazu benötigt er angereichertes Uran. KARADSCH: Seit den 1990er Jahren arbeitet nahe der Hauptstadt ein Nuklearforschungszentrum, das vor allem medizinischen Zwecken dienen soll.
Quelle: dpa
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (09.11.2011) W
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