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"Ungeheuerlicher Fehler": Guttenberg gibt Überforderung mit Doktorarbeit zu
Erstmals seit seinem Rücktritt Anfang März hat sich der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) öffentlich zu seiner Doktorarbeit geäußert: In einem Interview, das die "Zeit" in Teilen abdruckte, gibt er zu, von seiner wissenschaftlichen Arbeit überfordert gewesen zu sein.
"Das politische Leben hat mich nicht überfordert, wohl aber die parallele wissenschaftliche Arbeit", gibt er zu Protokoll und beschriebt, wie er "hektisch und unkoordiniert" Texte gesammelt habe, die zu seinem Thema passten. "Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass etwas zu meinem Thema passt, habe ich es ausgeschnitten oder kopiert oder auf Datenträgern sofort gespeichert oder direkt übersetzt." Am Ende habe sich die "Patchworkarbeit" auf mindestens 80 Datenträger verteilt.
Den Vorwurf, jemand anderes habe die Arbeit für ihn geschrieben, weist Guttenberg allerdings entscheiden zurück. Es sei auch kein Betrug gewesen. "Wenn ich die Absicht gehabt hätte, zu täuschen, dann hätte ich mich niemals so plump und dumm angestellt, wie es an einigen Stellen dieser Arbeit der Fall ist."
Guttenberg nennt seine Doktorarbeit in dem Interview die "größte Dummheit" seines Lebens. Er bedauere den "ungeheuerlichen Fehler" von Herzen.
Der ehemalige Minister kündigt außerdem an, nach Deutschland zurückkehren zu wollen. Spekulationen, er könne in die Politik zurückkehren, weist er nicht direkt zurück. "Ob eine Rückkehr mit einem politischen Engagement welcher Art auch immer verbunden sein wird, ist heute gänzlich offen. Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politikon, bleibe, steht außer Frage."
Das Interview ist ein Auszug aus dem Buch "Vorerst gescheitert", dass am 29. November erscheint.
Hier finden Sie die Erklärung der Staatsanwaltschaft Hof zum Guttenberg-Verfahren
16. Februar 2011: Der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano bezeichnet in der „Süddeutschen Zeitung" Teile von Guttenbergs Doktorarbeit als „dreistes Plagiat". Guttenberg schließt Zitierfehler nicht aus, erklärt aber: „Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus." 17. Februar: Auf der Internetseite GuttenPlag identifizieren Hunderte Plagiatsjäger immer mehr heikle Stellen. Die Universität Bayreuth fordert Guttenberg zu einer Stellungnahme auf. 18. Februar: Guttenberg will bis zur Klärung der Vorwürfe auf seinen Doktortitel verzichten. 21. Februar: Der Minister will auf den Doktortitel dauerhaft verzichten. 23. Februar: Guttenberg gesteht ein, er habe eine „offensichtlich sehr fehlerhafte Doktorarbeit geschrieben", wolle aber Minister bleiben. Die Universität erkennt Guttenberg den Titel ab. 1. März: Guttenberg tritt zurück. 7. März: Die Staatsanwaltschaft Hof leitet ein Ermittlungsverfahren ein. 10. April: Die Untersuchungskommission der Uni kommt zu dem Schluss, dass absichtlich abgeschrieben wurde. 10. Mai Die Universität Bayreuth veröffentlicht ihren Abschlussbericht. Die Fälschungen durchzögen die Arbeit „als werkprägendes Arbeitsmuster". 16. August: Ehefrau Stephanie kündigt an, die Familie werde für unbestimmte Zeit in die USA gehen. 19. November: Guttenberg ist inzwischen Sicherheitsexperte einer Denkfabrik in Washington. Als solcher nimmt er an einer Konferenz im kanadischen Halifax teil. 24. November: In einem Interview mit der "Zeit" spricht Guttenberg mit Bezug auf seine Doktorarbeit von einem "ungeheuerlichen Fehler".
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| Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (24.11.2011)
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