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Sternenexplosionen: Physik-Nobelpreis für drei Supernova-Forscher
Der Physik-Nobelpreis 2011 geht je zur Hälfte an den Astrophysiker Saul Perlmutter (USA) sowie die Wissenschaftler Brian P. Schmidt (Australien) und Adam G. Riess (USA). Die Forscher werden für die Entdeckung ausgezeichnet, dass sich das Universum immer schneller expandiert.
Dies war eine völlig überraschende Erkenntnis, denn zuvor ist man davor ausgegangen, dass die Expansionsrate des Weltalls aufgrund der wirkenden Gravitationskräfte mit der Zeit geringer werden sollte. Es ist eine offene Frage, was das Universum dazu bewegt, sich immer schneller auszudehnen.
Und wie gut kennen Sie sich in der Astronomie aus?
Dass sich das Weltall ausdehnt ist bereits seit den 1920er Jahren bekannt. Die Rotverschiebung von Spektrallinien verriet dieses Effekt, der sich mit dem Urknall erklären liess. Doch erst die Beobachtung von sehr weit entwerten Supernovae, also explodierten Sternen, brachte die nun ausgezeichneten Physiker zu der Erkenntnis, dass sich das Universum nicht nur ausdehnt, sondern dies sogar immer schneller.
Die von den Forschern studierten Supernovae, die sich durch eine besondere Lichtstärke auszeichnen und daher noch in sehr großen Entfernungen von der Erde aus sichtbar sind, sind rund sechs Milliarden Lichtjahre entfernt. Ein Lichtjahr ist die Distanz, die Licht in einem Jahr zurücklegt.
Für die bahnbrechende Erkenntnis, dass sich das Weltall immer schneller ausdehnt, werden die beiden amerikanischen und ein australischer Forscher mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Der Physik-Nobelpreis wird seit 1901 vergeben. Die erste Auszeichnung erhielt der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen für die Entdeckung der „X-Strahlen", der später nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Die Preisträger der vergangenen Jahre:
2001: Wolfgang Ketterle (Deutschland), Eric A. Cornell (USA) und Carl E. Wieman (USA) für die Erschaffung des Bose-Einstein- Kondensats, der fünften Erscheinungsform der Materie neben fest, flüssig, gasförmig und dem Plasma. 2002: Raymond Davis (USA), Masatoshi Koshiba (Japan) und Riccardo Giacconi (USA) für die Entdeckung kosmischer Röntgenstrahlen und Neutrinos. 2003: Alexej Abrikosow (USA und Russland), Vitali Ginsburg (Russland) Anthony Leggett (USA und Großbritannien) für bahnbrechende Arbeiten zu Supraleitern und Supraflüssigkeiten. 2004: David J. Gross, H. David Politzer und Frank Wilczek (alle USA) für Erkenntnisse zur Kraft zwischen den kleinsten Materieteilchen im Atomkern, den Quarks. 2005: Roy J. Glauber (USA) für Grundlagen der Quantenoptik sowie John L. Hall (USA) und Theodor W. Hänsch (Deutschland) für die Entwicklung einer laserbasierten Präzisionsmesstechnik für Lichtfrequenzen. 2006: John C. Mather und George F. Smoot (beide USA) für die Entdeckung der Saat der Galaxien in der kosmischen Hintergrundstrahlung, dem „Echo des Urknalls". 2007: Peter Grünberg (Deutschland) und Albert Fert (Frankreich) für die Entdeckung des „Riesenmagnetowiderstands", durch den sich die Speicherkapazität von Computer-Festplatten drastisch erhöhen ließ. 2008: Yoichiro Nambu (USA), Makoto Kobayashi (Japan) und Toshihide Maskawa (Japan) für die Entdeckung und Erklärung sogenannter Symmetriebrechungen in der Teilchenphysik, die das Verständnis der Natur entscheidend verbessert haben. 2009: Charles Kao (China), Willard Boyle und George Smith (beide USA) für die schnelle Datenübertragung durch Glasfasern sowie für den lichtempfindlichen CCD-Chip. 2010: Der Niederländer Andre Geim und der britisch-russische Physiker Konstantin Novoselov für ihre Arbeiten zu Graphen. Das einlagige Gitter aus Kohlenstoffatomen leitet hervorragend Hitze und Strom. 2011: Saul Perlmutter (USA), Brian P. Schmidt (Australien) und Adam G. Riess (USA) für ihre Forschungen zur sich beschleunigenden Ausdehnung des Universums durch die Beobachtung entfernter Supernovae.
Der Preis ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert und wird für bahnbrechende Forschungsergebnisse und Entdeckungen vergeben.
Seit 1901 wurden 104 Physik-Nobelpreise vergeben. 47 mal ging die Auszeichnung an einen einzigen Preisträger, 57 mal teilten sich zwei oder drei Wissenschaftler den Preis.
Die Nobelpreise werden traditionsgemäß am 10. Dezember überreicht – dem Todestag des Stifters Alfred Nobel (1833-1896).
Am Mittwoch folgt der Nobelpreis für Chemie, am Donnerstag der Literaturnobelpreis. Am Freitag kürt das norwegische Nobelkomitee in Oslo den diesjährigen Träger des Friedensnobelpreises.
Zum Auftakt ging die Auszeichnung für Medizin an drei Forscher aus den USA, Kanada und Frankreich für ihre Arbeiten zum menschlichen Immunsystem. Überschattet wurde die Entscheidung von der überraschenden Mitteilung, dass einer der drei Wissenschaftler, Ralph Steinman, drei Tage vor Bekanntgabe verstorben war. Obwohl der Nobelpreis laut Statut des Komitees nur an lebende Wissenschaftler vergeben wird, erhält Steinman den Preis nun posthum.
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| Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (04.10.2011)
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