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Trüber Hochsommer: Starkregen entwurzelt Bäume und überflutet Straßen
Dauerregen lässt die Pegel der Flüsse im Süden Brandenburgs weiter ansteigen. In Spremberg wurde laut Landesumweltamt in der Nacht zum Freitag der Richtwert für die Alarmstufe 2 erreicht. Im Vergleich zum Vortag war der Pegel an dieser Stelle um über einen Meter gestiegen. Eine Entspannung der Lage war vorerst nicht abzusehen. Der Deutsche Wetterdienst verlängerte seine Warnung vor starkem Regen im Süden und Osten des Landes bis auf den Nachmittag. Lokal könnten im Tagesverlauf nochmals bis 40 Liter pro Quadratmeter fallen, hieß es.
In Bayern bleibt die Hochwasserlage angespannt. Am südlichen Donauzufluss Abens habe der Pegel immer noch die zweithöchste Meldestufe 3, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt am Freitag in Augsburg mit. Unterhalb Straubings stiegen die Pegelstände noch leicht, würden die niedrigste Meldestufe 1 aber nicht überschreiten.
Leicht fallend seien die Wasserstände im Regnitzgebiet an den Unterläufen von Aisch und Zenn und im Einzugsgebiet des Regen. Da vor allem südlich der Donau weitere Schauer und Gewitter mit bis zu 20 Liter Niederschlag erwartet werden, dürfte sich die Entspannung der Hochwasserlage im Süden weiter verzögern, heißt es.
Bäume entwurzelt und Straßen unter Wasser
Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns haben starker Regen und Wind Bäume entwurzelt und Straßen unter Wasser gesetzt. Auf der A 20 war am Donnerstagabend ein Auto auf regennasser Straße ins Schleudern gekommen und hatte sich überschlagen, sagte eine Polizeisprecherin in Stralsund.
Der Fahrer wurde leicht verletzt und konnte am Freitagmorgen aus dem Krankenhaus entlassen werden. In Greifswald wurden mehrere Straßen überflutet. Technisches Hilfswerk und Feuerwehr waren seit der Nacht im Dauereinsatz. Auch die Bundesstraße 197 von Friedland nach Neubrandenburg war von Überflutung betroffen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. In vielen Teilen Deutschlands ist gerade "flüssige Sonne" zu beobachten. Wie kann man sich den Dauer-Regen schönreden? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Da hat man endlich mal Zeit zum Lesen. Es ist so gemütlich, wenn der Regen auf das Zeltdach prasselt. Nach Regen kommt Sonnenschein. Braunsein ist eh passé. Nach dem Regen ist gut fischen. Dann sieht keiner, dass der Bikini nicht mehr passt. Die wahre Sonne kommt von innen. Aber für die Pflanzen ist es gut. Nur die Harten kommen in den Garten.
Auf Rügen stürzten bei Prora und an der alten Bäderstraße mehrere Bäume um. Ein abgebrochener Ast beschädigte am Donnerstagabend zwei Autos und ein Haus in Heringsdorf auf Usedom und verursachte 25.000 Euro Schaden. In Neubrandenburg musste die Feuerwehr Wasser aus einem Baumarkt pumpen. Im Gewerbegebiet Warlin drohe eine Lagerhalle mit Flachdach einzubrechen, weil das Wasser vom Dach nicht abfließe.
Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia auf der Insel Hiddensee gingen in Vorpommern überdurchschnittliche Regenfälle nieder. In Zinnowitz (Usedom) und in Groß Kiesow bei Greifswald wurden bis zum Morgen mehr als 60 Liter Regen je Quadratmeter gemessen. Das sei mehr als die halbe Monatsmenge, sagte Meteorologe Uwe Ulbrich.
In Sachsen Entspannung in Sicht
Das Hochwasser im Osten Sachsens verliert derweil an Kraft. In der Nacht zum Freitag wurde an der Lausitzer Neiße zwar der Richtwert zur Hochwasser-Alarmstufe 3 am Pegel Görlitz überschritten, die höchste Alarmstufe droht zunächst aber nicht mehr. „Der Richtwert der Alarmstufe 4 wird nicht mehr erreicht“, sagte die Hydrologin Petra Walther vom sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Freitagmorgen.
Der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) ging am Freitagvormittag von einer Entspannung der Lage im Laufe des Tages aus. In Görlitz war der Pegelstand der Neiße am Vormittag (8.00 Uhr) gleichbleibend bei 5,24 Metern und damit im Bereich der zweithöchsten Alarmstufe 3.
Der Landkreis Görlitz hatte am Donnerstag einen „Stab für außerordentliche Ereignisse“ eingerichtet – die Vorstufe eines Katastrophenstabes. Landrat Lange lobte die Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden. Zugleich kritisierte er „widersprüchliche Angaben“ der sächsischen Landeshochwasserzentrale.
Das aktuelle Hochwasser sei nicht mit der Situation im Sommer 2010 vergleichbar, sagte Hydrologin Walther. „2010 war es viel extremer.“ Seinerzeit lag der Pegelstand bei 7 Metern.
Auch an anderen Flüssen der Region gab es am Freitagmorgen Zeichen der Entspannung. Der Dauerregen habe in vielen Teilen Sachsens nachgelassen, sagte Walther. An den Oberläufen der Lausitzer Neiße habe sich die Lage beruhigt. Die Wassermassen aus den polnischen Zuflüssen zur Neiße hätten sich „auf hohem Niveau“ stabilisiert.
Neben der Lausitzer Neiße gab es im Freistaat am Freitagmorgen nur noch am Oberlauf der Spree Hochwasserwarnungen, dort aber nur Stufe 2. Alle anderen sächsischen Flüsse seien nicht mehr von extremen Fluten bedroht, hieß es.
Der Deutsche Wetterdienst hob am Freitagmorgen Unwetter-Warnungen für die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und für Dresden auf, für die Kreise Görlitz und Meißen warnten die Meteorologen aber noch bis Freitagnachmittag vor „extrem ergiebigem Dauerregen“.
Hier geht es zur aktuellen Wettervorhersage von Welt Online
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| Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (22.07.2011)
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