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Weltweiter Protest: Die große Wut – Empörte, Nackte und Revoluzzer
In Madrid demonstrierten sie – natürlich auch dort, denn Spanien ist, angestoßen durch den arabischen Frühling, das Ausgangsland der weltweiten Sozialprotestwelle geworden. Am 15. Mai waren in etlichen spanischen Städten erstmals „Indignierte“ gegen die Reformpolitik des sozialistischen Kabinetts Zapatero auf die Straße gegangen.
Ein halbes Jahr nach der spanischen Erstkundgebung nun sind weltweit Tausende auf die Straßen gegangen – von Stockholm über Warschau und Sarajewo bis Rom, von London bis nach New York und Seattle, von Hongkong, Tokio und Seoul bis nach Sydney und auch in zahlreichen deutschen Städten.
Die Teilnehmerzahlen schwankten von wenigen hundert in Wellington (Neuseeland) über rund 10.000 in Frankfurt oder Berlin bis zu über 100.000 in Rom. Dort kam es bis zum späten Nachmittag zu Gewalttätigkeiten, als Vermummte mehrere Autos ansteckten.
"Die Steuerzahler lassen Dampf ab"
In Frankfurt, dem designierten Zentrum des deutschen Protests, hatte das globalisierungskritische Netzwerk Attac sowie eine Gruppe „Besetzt Frankfurt“ zur Demonstration vor der Europäischen Zentralbank aufgerufen.
Die Empörten wandten sich dort gegen die Banken und gegen eine Krise, die in ihren Augen nur wegen der Fremdbestimmung von 99 Prozent der Bevölkerung durch ein Prozent Banker entstanden ist. Die deutschen Kundgebungsteilnehmer konnten sich auf eine politische Unterstützergruppe von der CDU bis zur Linkspartei berufen.
„Die Steuerzahler lassen Dampf ab, wenn Banken erneut auf ihre Kosten gerettet werden müssen. Das ist nachvollziehbar“, sagte der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, dem „Handelsblatt“. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, die Banken müssten „endlich zur Verantwortung gezogen werden“.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sagte der Zeitung „Sonntag Aktuell“, die Menschen nähmen mit den Protesten „die wirklich Verantwortlichen in Haftung“. Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, sprach in der „Westdeutschen Allgemeinen“ von einem „Aufstand der Anständigen“.
Die Proteste waren der Abschluss einer Woche, in der ein „Hekla Empfangskomitee“ Berlin auf seine Weise die deutsche Politik zur Kursänderung zwingen wollte. Die bislang unbekannte Gruppe legte 17 Brandsätze an Berliner S-Bahn- und Fernbahngleisen und sorgte für ein Pendlerchaos. Das Ziel der Aktion sei es gewesen, auf den Afghanistan-Krieg und ganz allgemein auf ein fremdbestimmtes Leben aufmerksam zu machen, erklärten die Anarchisten.
Diffuse Ziele der Protestbewegung
Die Ziele der weltweiten Sozialproteste sind diffus. In Madrid hatten die Demonstranten sich gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit und gegen die Reformpolitik der Regierung gewandt. Die Reformen waren dazu gedacht, den Druck aus dem Euro-Kessel zu nehmen und Spaniens Kreditwürdigkeit bei den Ratingagenturen zu wahren.
Von Madrid war der Protest am 14. Juli nach Israel übergesprungen, wo Mieter auch unter dem Eindruck der Ereignisse in Tunis und Kairo gegen ihren Hinauswurf aus verteuerten Wohnungen aufbegehrten. Ihr Zeltlager mitten in Tel Aviv, Keimzelle für einen der größten Massenproteste in Israels Geschichte, wurde Vorbild für linke Amerikaner, die am 17. September in New York einen Park in der Nähe der Wall Street besetzten.
Diese Aktion namens „Occupy Wall Street (Besetzt Wall Street)“ bekam rasch internationale Aufmerksamkeit. Unterstützt vom linksliberalen Milliardär George Soros sowie von Größen der amerikanischen Musik- und Showszene wurde sie zum Ausgangspunkt ähnlicher Aktionen in Washington DC und Atlanta.
Die Berichte über die Besetzung der New Yorker Brooklyn Bridge, des Washingtoner Raumfahrtmuseums und andere Aktionen führten schließlich zur Initialzündung für den weltweiten Aktionstag.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: Figulin (16.10.2011) W
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